Salafismus

Salafismus kommt von dem Begriff „Salafiyya“ und bezieht sich auf eine ultrakonservative Strömung innerhalb des Islam, die sich in ihrer Gesinnung strikt an den Maßstäben der sogen. Altvorderen (arabisch Salaf = Vorfahre) aus den Anfängen des Islam im 7. Jht. orientiert und diese versucht, unter Ablehnung aller Entwicklungen seither, auch in der Neuzeit zu leben.

Aus dem ürsprunglich noch rein religiösen Salafismus kristallisiert sich heute immer mehr der politische & militant aggressive Salafismus der Moderne, auch Neofundamentalismus genannt, heraus,  der sich v. a. gegen jegliches Kolonialstreben & speziell gegen die Dominanz des Westens richtet, diesen als dekadent & in seinen Werten als degeneriert anklagt und so seinerseits mit Mitteln massiver Propaganda auf dem Fundament ältester islamischer Prinzipien aus Koran & Sunna zu überzeugen, zu missionieren und für seine Truppen auch hiesige, meist junge Menschen zu rekrutieren versucht. Hiermit tragen diese Salafisten aktuell führend zur Radikalisierung des Islam Richtung politischer Islamismus bei.

Unter dem Begriff des Neofundamentalismus fasst man heute sodann sehr heterogene salafistische Gruppierungen, von welchen v. a. die dschihadistischen Salafisten als militant islamistische Terroreinheiten, teils losgelöst von der saudi-arabischen Heimat gelten. U. a. zählte auch Osama bin Laden zu Ihnen, ebenso wie die Attentäter des 11. Septembers 2001.

In Deutschland geht man aktuell von ca. 6000-7000 salafistischen Anhängern (= 0,01 % der deutschen Bev. bzw. knapp 1,5% aller hiesigen Muslime) aus, deren Ideologie mit den hiesigen Werten als unvereinbar und als Nährboden terrostischer Aktivitäten gilt,  weshalb ihr aktives Netzwerk zu den am stärksten vom Verfassungsschutz observierten Aktivitäten des politischen Islam(ismus) zählt.

 

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