Parallelgesellschaften

Eine Parallelgesellschaft bezeichnet  nach Definition des 1945 geb. Bielefelder Soziologen & Gewaltexperten Wilhelm Heitmeyer innerhalb einer Mehrheitsgesellschaft..

im engsten Sinne eine (selbst-)organisierte Minderheit, die die Moral, (z. T.?) die Gesetze & Ordnung der Mehrheitsgesellschaft stark bezweifelt bis ablehnt und stattdessen – mehr oder minder demonstrativ oder eher heimlich – nach eigenen Regeln & Werten lebt, sich nur Maßgaben – & Regelungen eigener Institutionen unterwirft und sich in diesem Sinne immer weiter abspaltet vom gesellschaftlichen Umfeld.

Weiter gefasst werden aktuell auch einzelne Tendenzen der engeren Fassung schon als Parallelgesellschaft thematisiert.

Letztlich findet sich in Vielem der Ansatz zur Parallelgesellschaft – weit vor der Migrationsproblematik auch schon im Thema Sub- bzw. Jugendkultur (vorübergehend, veränderlich)  sowie im sehr ähnlichen Begriff der sich verfestigenden Gegenkultur, die gleichfalls Werte & Normen der dominanten Mehrheit ablehnt (z. B. historisch: die fahrenden Völker aber auch die Arbeiterbewegung und aktueller: organisierte Mafia (-ähnliche) Strukturen, kriminelle Rockerbanden u. ä., gemeinhin politisch und/oder religiös motivierte terrostische Organisationen sowie weitere gewaltbereite Zusammenschlüsse bis zu Hooligans).

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